Yasmin KOPPEN

Gastwissenschaftlerin (2025–2026)
Dr. M.A. B.A.
Universität Leipzig

 

 

 

 

 

Yasmin Koppen ist Postdoktorandin im Fach Religionsgeschichte des Religionswissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. Nach ihrem Studium der Sinologie und Religionswissenschaft (B.A. 2010; M.A. 2012) an der Ruhr-Universität Bochum war sie bis 2014 im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne als Wissenschaftlerin bei der Ausstellung Schätze der Archäologie Vietnams“ sowie in der Museumspädagogik zu „Uruk – 5000 Jahre Megacity“ und „AberGlauben“ tätig. Von 2014 bis 2018 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Asien-Orient-Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen. Bereits während ihrer Promotion im Rahmen des Graduiertenkollegs AREA Ruhr (2017–2021) an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigte sie sich mit der Frage, wie sakrale Landschaften in China und Vietnam als Orte politischer und religiöser Autorität fungieren. Dort entwickelte sie die Methode der Experiential Architecture Analysis zur Verknüpfung von Raum, Ideologie und Erfahrung, welche sie in „East Asian Landscapes and Legitimation Localizing Authority Through Sacred Sites in China and Vietnam“ (Frank & Timme) veröffentlichte. Von 2019 bis 2022 war sie in der Museumspädagogik der Alten Synagoge Essen für Führungen und Workshops aller Altersklassen zuständig. Sie ist Mitglied der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) und dort Sprecherin der Arbeitskreise Mittelbau und Religion, Sammeln, Ausstellen. Seit 2022 forscht sie dort mit dem Schwerpunkt Hydrolatrie und einem Fokus auf die Religionisierung indigener Umweltbewegungen in Südostasien. Thematisch verbindet sie in ihrer Forschung Materialität, religiöse Praxis, Identitätsverhandlungen und Umweltpolitik mit Fragen von De-/Kolonialisierung, Legitimation und Widerstand. Im Wintersemester 2025/26 hält sie am Institut für Religionswissenschaft eine Lehrveranstaltung zu „Krankheit, Heilung, Medizin: Religion im Umgang mit Epidemien“.