Jill MARXER

Research Fellow
Universität Zürich

 

 

 

 

 

 

Jill Marxer ist Research Fellow am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien. Sie ist Religionswissenschaftlerin und seit Februar 2025 Postdoktorandin in Jüdischen Studien an der Universität Zürich, wo sie die Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien koordiniert und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Seminar, sowie als Lehrbeauftragte tätig ist. Sie studierte Religionswissenschaft, Soziologie und Islamische Welt im Bachelor (2011–2016) und schloss im Januar 2019 das Masterstudium in Religionswissenschaft und Jüdischen Studien an den Universitäten Zürich und Basel ab. Von 2019 bis 2024 war sie Assistentin am Lehrstuhl für sozialwissenschaftliche Religionswissenschaft an der Universität Zürich und promovierte 2024 mit einer ethnographischen Forschung über Doulas (nicht-medizinische Geburtsbegleiterinnen) in verschiedenen religiösen Kontexten und Konstellationen in der Deutschschweiz. Die mit dem Jahrespreis der Fakultät prämierte Dissertation ist 2025 open access unter dem Titel Doulas in der Deutschschweiz – zwischen Beruf und Berufung. Eine religionswissenschaftliche Ethnographie über Geburtsbegleiterinnen bei Springer VS in der Reihe Veröffentlichungen der Sektion Religionssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie erschienen. Die Forschungsschwerpunkte von Jill Marxer umfassen zeitgenössisches Judentum, Religion und Medizin, Alternative Religiosität und Religion und Raum. Sie engagiert sich stark in der Wissenschaftskommunikation und der akademischen Selbstverwaltung, beispielsweise ist sie Vizepräsidentin des Ethikausschusses der Theologischen und religionswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Aktuell forscht sie zu Realisierungen und Konnotationen von Eruv und der Konzeption von Ort(en) und Raum im zeitgenössischen Zürcher Judentum. Als Research Fellow am Institut für Religionswissenschaft an der Universität Wien untersucht sie anhand von Feldforschung den Wiener Eruv und dessen Bedeutung für jüdisches Leben, sowie als Vergleichsfall für Zürich.